Gästezimmer und Arbeitsplatz in einem – und beides fühlt sich nach Zuhause an.
Ein Raum, der die meiste Zeit des Jahres Arbeitsplatz ist – und an Wochenenden Gastgeber. Genau daraus entstand die Aufgabe: ein Gästezimmer im Landhaus vor den Toren Hamburgs, das beides kann, ohne dass eines der beiden wie ein Kompromiss wirkt. Der Schreibtisch steht deshalb nicht als Möbel im Weg, sondern läuft als schmale Platte unter dem Fenster entlang. Kommt Besuch, räumt man ein Notizbuch weg – und der Raum ist ein Schlafzimmer.
Die Materialien tragen die Gemütlichkeit: eine Wand aus Eichenlamellen hinter dem Bett, Dielen aus demselben Holz, Leinen auf dem Bett, Wolle auf dem Hocker. Dazu eine ruhige Farbwelt aus warmen Naturtönen, gebrochenem Weiß und einem gedämpften Blau, das nur in den Textilien vorkommt. Nichts davon ist laut, und genau deshalb wirkt der Raum größer, als er ist.
Das Licht folgt dem Tagesverlauf. Morgens arbeitet man im Tageslicht direkt am Fenster, nachmittags wandert die Sonne über die Schrankwand und zeichnet Blattschatten darauf. Für den Abend sorgen eine Wandleuchte am Bett, eine Tischleuchte auf der Kommode und eine warme Pendelleuchte in der Raummitte – drei Lichtquellen, die einzeln geschaltet werden können. So lässt sich derselbe Raum in Minuten vom konzentrierten Arbeitszimmer in einen Ort zum Ankommen verwandeln.